Cirque du Soleil: Traumwelten

Cirque du Soleil: Traumwelten

Wer einmal in den Genuss gekommen ist, den Cirque du Soleil zu erleben, der wird im Nachhinein wahrscheinlich kaum Worte finden, um das Gesehene zu beschreiben. Zu imposant, zu fantastisch und zu künstlerisch sind die weltbekannten Shows. Will man dennoch versuchen, den Cirque du Soleil in Worte zu fassen, tut man es am besten schlicht mit einem einzigen Wort: Faszination. Mittlerweile gibt es etwa 20 verschiedene Shows, bei denen insgesamt mehr als 5000 Artisten mitwirken. Ein solches Spektakel auf die Leinwand zu bannen, ist ohne Frage eine große Herausforderung. Zwei Ikonen des Hollywoodkinos haben sich dieser angenommen und dabei eine zauberhafte Reise quer durch die bunten Welten dieses berühmten Sonnen-Zirkus‘ inszeniert. „Cirque du Soleil: Traumwelten“, bei dem Andrew Adamson (bekannt für die „Shrek“-Reihe) Regie führte und James Cameron (u.a. bekannt für „Titanic“ oder „Avatar“) die Produktion übernahm, ist in gewisser Weise ein Best-of der vielen Shows bestehend aus Artistik, Theaterkunst und Musik und wird von einer märchenhaften Handlung umrahmt.

Trailer zum Film

Märchenhaft, betörend und geheimnisvoll

Eine junge, hübsche Frau namens Mia befindet sich auf einem nostalgisch erscheinenden Jahrmarkt der Kuriositäten. Sie trifft auf den stärksten Mann der Welt, die bärtige Lady und andere typische Gestalten und Attraktionen. Dann jedoch erblickt sie einen Luftakrobaten, der sie durch seine Anmut und Eleganz beeindruckt und in seinen Bann zieht. Sie folgt ihm in ein magisches Zirkuszelt und wird dann dort von ihm erblickt. Dadurch rutscht er bei seiner Artistik ab und fällt in ein riesiges Loch, dass sich in der Manege auftut. Sie folgt ihm sofort und beide werden in eine Welt des Theaters befördert. Dort öffnet sich vor der jungen Frau ein riesiger roter Vorhang und lädt sie ein in die Suche nach dem Akrobaten und gleichzeitig zu einer fantastischen Reise durch verschiedene Zelte, welche jeweils eine eigene Traumwelt darstellen. In der ersten Szenerie entsteht eine Geisterwelt mit einem fliegenden Boot, wie eine Allegorie an den berühmten „fliegenden Holländer“. Das Wesen, das in dieser Welt lebt, will Mia zu sich locken, doch sie widersteht und zieht weiter, um ihren geheimnisvollen Artisten zu suchen. Die nächste Welt erscheint völlig anders und beinah mechanisch. Alles ist veränderbar, lässt sich drehen und verschieben und nichts scheint von Bestand zu sein. Wiederum bahnt sich die junge Frau ihren Weg, um weiter zu gelangen.

Sieben verschiedene Welten voller Fantasie

Die nächste mysteriöse Welt erwartet sie und dieses Mal erscheint auch ihr gesuchter Luftakrobat wieder. Als Teil einer waghalsigen Show ist er aufgehängt in einer Art Würfel weit oben in luftiger Höhe und präsentiert sich dort bei einem imposanten Ballett, dass er federleicht vorzuführen scheint. Beide geraten schließlich immer weiter durch die Zelte und Sphären und werden immer mehr in deren Bann gezogen und auch Mia selbst zum Teil der Geschehnisse. Jede der Traumwelten ist grenzenlos fantasiereich und keine gleicht der anderen. Durch insgesamt sieben verschiedene Welten gelangen die beiden, um dann schließlich in einem furiosen Finale ihre eigene Szenerie nur für sich zu haben und mit einem atemberaubenden Ballettakt endlich zueinander zu finden. Für den Zuschauer erscheint all dies wie die auf spektakuläre Weise inszenierte Reise von Alice durch das Wunderland. Nahezu jede Szene vermag in Staunen zu versetzen. Das Spiel mit Feuer, Wasser und Luft erscheint ebenso riskant und fesselnd, wie die Einlagen der Künstler, die mit ihrer Akrobatik, Eleganz und Körperbeherrschung beinahe unwirklich erscheinen. Hinzu kommt und geradezu hypnotisch wirkt die musikalische Untermalung, die mal mit melodisch-meditativen Klängen die passende Atmosphäre schafft und mal mit bekannten Hits der Beatles einen Soundtrack für die Handlung kreiert. Zum Ende hat der Zuschauer das Gefühl, eine der weltberühmten Shows des Cirque du Soleil direkt vor seinen Augen gehabt zu haben und weiß dennoch, dass die Szenen auf der Leinwand oder auf dem Bildschirm nur einen Teil der wirklichen Faszination bieten konnten.

 

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